Sie sind hier: Startseite / Wir über uns / Satzung
Freitag, 2017-07-21

Satzung des Naturschutzbund Deutschland

Kreisverband Recklinghausen e. V.

in der Fassung vom 5. März 2010

Wo in dieser Satzung sprachlich die männliche Form gewählt ist, ist auch die weibliche Sprachform gemeint.

§ 1

Name und Sitz


Der Verband führt den Namen

Naturschutzbund Deutschland Kreisverband Recklinghausen e.V.

(im folgenden NABU genannt).


Er ist Mitglied im Naturschutzbund Deutschland Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. (im folgenden Landesverband genannt) des Naturschutzbund Deutschland e.V. (im folgenden Bundesverband genannt). Das Vereinsemblem ist das des Bundesverbandes. Der NABU hat seinen Sitz in Recklinghausen; er ist dort im Vereinsregister eingetragen. Sein Wirkungsbereich ist vor allem der Kreis Recklinghausen.


§ 2

Zweck und Aufgaben

  1. Zweck des NABU sind die Förderung des Naturschutzes, der Landschaftspflege, des Tierschutzes unter besonderer Berücksichtigung der freilebenden Vogelwelt und das Eintreten für die Belange des Umweltschutzes einschließlich der Bildungs- und Forschungsarbeit in den genannten Bereichen. Der NABU betreibt seine Aufgaben auf wissenschaftlicher Grundlage. Er verwirklicht seine Aufgaben insbesondere durch


  1. das Erhalten, Verbessern und Schaffen von Lebensgrundlagen für eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt,

  2. Schutz und Hilfsmaßnahmen für gefährdete Arten,

  3. die Mithilfe bei der Erforschung der Grundlagen des Natur- und Umweltschutzes,

  4. das öffentliche Vertreten und Verbreiten der Ziele des Natur- und Umweltschutzes,

  5. das Mitwirken bei Planungen, die für den Schutz der Natur, der Umwelt und der menschlichen Gesundheit vor Lärm und Umweltverschmutzung bedeutsam sind,

  6. das Einwirken auf Gesetzgebung und Verwaltungen gemäß den genannten Aufgaben sowie das Eintreten für den Vollzug der einschlägigen Rechtsvorschriften,

  7. das Fördern des Natur- und Umweltschutzgedankens im gesamten Bildungsbereich, besonders bei der Jugendbildung,

  8. die Gewährleistung einer fachbereichsbezogenen Naturschutzarbeit,

  9. das Eintreten für den Tierschutz einschließlich der praktischen Umsetzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen auf diesem Gebiet,

  10. das Eintreten für einen umfassenden Schutz der menschlichen Gesundheit vor Schäden durch Umweltbeeinträchtigungen sowie den Schutz der Luft, des Wassers und des Bodens vor Umweltverschmutzung.

  11. Pflege oder Schaffung natürlicher Lebensräume. Zu diesem Zweck erwirbt oder pachtet er Flächen.


(2) Der NABU verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Er ist überparteilich und überkonfessionell und bekennt sich zur freiheitlich demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.


  1. Der NABU hält Verbindung zu Organisationen und Einrichtungen, die gleiche und ähnliche Ziele verfolgen und strebt eine enge Zusammenarbeit an.


  1. Der NABU ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.


§ 3

Finanzmittel


(1) Die für den Zweck erforderlichen Mittel werden durch Beiträge der Mitglieder sowie durch Zuwendungen aufgebracht. Die Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des NABU. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem satzungsgemäßen Ziel des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.


(2) Der NABU erstrebt keinen eigennützigen Gewinn; etwaige Überschüsse dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden.


  1. Die Mitglieder haben bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung des NABU keinen Anspruch auf das Vereinsvermögen.


§ 4

Mitgliedschaft


(1) Mitglieder des NABU können jede unbeschränkt geschäftsfähige natürliche Person sowie juristische Personen, Körperschaften des Öffentlichen Rechts und nicht rechtsfähige Vereine werden. Mit der Beitrittserklärung erkennt der Antragsteller diese Satzung an.


(2) Die Mitgliedschaft ist beitragspflichtig.


  1. Die Mitgliederversammlung kann der Landesvertreterversammlung Ehrenmitglieder zur Ernennung vorschlagen. Diese haben alle Rechte eines Mitgliedes, sind aber von der Zahlung des Mitgliedsbeitrages befreit. Ehrenmitglieder sind Personen, die sich um die Bestrebungen des Naturschutzbund Deutschland besonders verdient gemacht haben.



§ 5

Beginn und Ende der Mitgliedschaft


(1) Über den schriftlichen Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand der jeweils zuständigen Gliederung des Naturschutzbund Deutschland e.V. gemäß §7 Absatz 1 nach pflichtgemäßem Ermessen. Die Mitgliedschaft ist erworben, wenn der Vorstand nicht innerhalb eines Monats nach Eingang des Antrages die Aufnahme schriftlich verweigert.


(2) Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Austritt, Streichung oder Ausschluss.


(3) Der Austritt ist mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Jahresende schriftlich gegenüber dem Vorstand zu erklären.


(4) Der zuständige Vorstand kann ein Mitglied nach vorheriger Anhörung ausschließen, wenn es sich vereinsschädigend verhält oder gegen den Zweck und die Aufgaben des NABU verstößt. Die zuständige Untergliederung (Gruppe vor Ort) ist anzuhören. Der Ausschluss ist dem Mitglied durch eine schriftliche Begründung bekannt zu geben. Der Betroffene kann gegen den Bescheid Widerspruch einlegen. Über den Widerspruch, der innerhalb eines Monats nach Empfang des Bescheids vorliegen muss, entscheidet die nächsthöhere Gliederung.


§ 6

Beiträge


(1) Der jährliche Beitrag der Mitglieder wird durch die Bundesvertreterversammlung festgesetzt. Im Mitgliedsbeitrag ist der Bezug der Bundesverbandszeitschrift enthalten.


(2) Die Beiträge werden am 1. Januar des laufenden Kalenderjahres fällig. Die Mitgliedsrechte ruhen, wenn bis 31. Dezember des laufenden Jahres der Beitragspflicht nicht entsprochen wurde.


(3) Der Anteil der Beitragsrückführung an die Kreis-, Stadt- und Bezirksverbände wird durch die Landesvertreterversammlung festgelegt.


  1. Der Anteil der Beitragsrückführung an die Ortsgruppen und Ortsvereine des NABU wird durch Beschluss des Vorstandes festgelegt.


§ 7

Gliederung


(1) Der NABU als Untergliederung des Landesverbandes fasst dessen im Kreisgebiet ansässige Mitglieder in den Städten des Kreises Recklinghausen zusammen. Die Gründung, Änderung und Auflösung des NABU und seiner Untergliederungen bedürfen der Zustimmung des Vorstandes des Landesverbandes.

 

(2) Überörtliche und kreisübergreifende Aufgaben und Fragestellungen werden unter Leitung des NABU für seine Untergliederungen wahrgenommen.


(3) Der NABU kann zur Erfüllung der Ziele und Aufgaben nach § 2 Untergliederungen einrichten.


  1. Die Untergliederungen sind an die Beschlüsse und Weisungen des NABU und des Landesverbandes gebunden.


§ 8

Naturschutzjugend


(1) Die Naturschutzjugend Kreisverband Recklinghausen (im folgenden NAJU genannt) ist die Jugendorganisation des NABU. Mitglieder des NABU, die zu Beginn des Geschäftsjahres das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, gehören der Naturschutzjugend an. Die Naturschutzjugend regelt ihre Arbeit im Rahmen dieser Satzung sowie einer Jugendsatzung eigenverantwortlich.


(2) Die NAJU erhält vom NABU Finanzmittel in Höhe eines jährlichen Betrages, den die Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Vorstandes festlegt. Die Naturschutzjugend entscheidet über die Verwendung der ihr zustehenden und zufließenden Mittel in eigener Zuständigkeit. Sie ist über die Verwendung dem Vorstand des NABU Rechenschaft schuldig.


  1. Der Sprecherrat der NAJU besteht aus mindestens drei Mitgliedern und wird von der Mitgliederversammlung der NAJU gewählt. Ein Mitglied des Sprecherrates ist als Jugendsprecher Mitglied des Vorstands des NABU. Die beiden übrigen Mitglieder sind vertretungsberechtigt. Die Mitglieder des Sprecherrates bedürfen der Bestätigung der Mitgliederversammlung des NABU.


(4) Auf der Mitgliederversammlung des NABU gibt der Jugendsprecher einen Tätigkeits- und Kassenbericht der NAJU ab.

Der Bericht muss schriftlich vorgelegt werden.


  1. Der NABU kann Jugend- und Kindergruppen einrichten. Die Betreuung und Leitung der Jugend- und Kindergruppen kann der NABU an die örtlichen Untergliederungen delegieren. In einer Geschäftsordnung oder Satzung kann deren Arbeit in Zusammenarbeit mit der zuständigen Untergliederung geregelt werden. Den Jugend- und Kindergruppen ist vom NABU eine angemessene Finanzausstattung bereitzustellen.


§ 9

Organe

Organe des NABU sind:


1. Die Mitgliederversammlung

2. Der Vorstand


§ 10

Mitgliederversammlung


(1) Der Mitgliederversammlung (im folgenden MV genannt) gehören an:


a) die Mitglieder des Vorstandes des NABU,


b) die dem NABU laut Mitgliederverwaltung des Bundesverbandes zugeordneten Mitglieder.


(2) Jedes Mitglied der MV hat eine Stimme. Stichtag für den maßgebenden nach der Beitragsabführung festgestellten Mitgliedsstatus ist jeweils das vor der Einladung zur MV liegende Quartalsende.


(3) Die MV ist zuständig für:


a) die Wahl des Vorstandes und von zwei Rechnungsprüfern sowie die Bestätigung der von der NAJU gewählten Mitglieder des Sprecherrates


b) die Entgegennahme der Rechenschaftsberichte, des Rechnungsprüfungsberichts und die Entlastung des Vorstands;


c) die Genehmigung des Haushaltsplanes;


d) die Änderung der Satzung;


e) die Auflösung des NABU nach §15;


f) die Wahl der Delegierten und der Ersatzdelegierten für die Vertreterversammlung des Landesverbandes,


(4) Die MV wird vom Ersten Vorsitzenden mit einer Frist von vier Wochen unter Bekanntgabe der Tagesordnung schriftlich einberufen. Anträge zur Tagesordnung sind spätestens bis 2 Wochen vor der MV beim 1. Vorsitzenden einzureichen.


(5) Die MV findet jedes Jahr statt. Sie wird auf Beschluss des Vorstandes oder auf Verlangen von mindestens einem Drittel der Mitglieder einberufen. Die Fristen des Abs. 4 gelten entsprechend.


(6) Die Sitzungen der MV sind für alle Mitglieder des Naturschutzbund Deutschland e.V. öffentlich.


§ 11

Vorstand


(1) Der Vorstand besteht aus


1. dem Ersten Vorsitzenden,

2. den zwei stellvertretenden Vorsitzenden,

3. dem Schatzmeister,

4. Schriftführer

5. dem Jugendreferenten

6. dem Jugendsprecher sowie

7. je 1 Beisitzer aus den Kreisstädten (max. 9)


Er wird für die Dauer von drei Jahren gewählt. Der Vorstand im Sinne des § 26 BGB bleibt bis zur Wahl seiner Nachfolger im Amt. Die Amtsdauer der übrigen Vorstandsmitglieder verlängert sich um höchstens sechs Monate, wenn bis dahin keine Neuwahlen stattfinden können.


(2) Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind der 1. Vorsitzende, die zwei stellvertretenden Vorsitzenden und der Schatzmeister. Der Vorsitzende, die stellvertretenden Vorsitzenden und der Schatzmeister haben die Geschäftsführung. Verträge und Kassengeschäfte bedürfen der gemeinschaftlichen Unterschrift von 2 Vertretern der Geschäftsführung.


(3) Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte nach der Satzung und vollzieht die Beschlüsse der Mitgliederversammlung. Er ist berechtigt, hauptamtliches Personal zu beschäftigen. Seine Haftung ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt.


(4) Bei Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes haben die übrigen Vorstandsmitglieder das Recht einen Nachfolger bis zur nächsten Mitgliederversammlung zu bestellen.


(5) Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung, die Näheres der Arbeitsweise des Vorstandes regelt.


(6) Die unter § 11 (1), Punkt 1-5 genannten Vorstandsmitglieder sind in den Vorstandssitzungen stimmberechtigt.


  1. Die Beisitzer werden in den Ortsgruppen und -vereinen des NABU gewählt und dann dem Vorstand benannt.


§ 12

Geschäftsjahr und Rechnungslegung


(1) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.


(2) Die Rechnungsprüfung und Rechnungslegung erfolgt jedes Jahr.


§ 13

Allgemeine Bestimmungen


  1. Jede Tätigkeit im NABU, ausgenommen die der Angestellten nach Zustimmung durch die MV, ist ehrenamtlich.

Auslagen können in nachgewiesener Höhe, höchstens jedoch nach den Richtlinien des öffentlichen Dienstes, entsprechend den Beschlüssen des Vorstands ersetzt werden.

Ehrenamtlich tätige Mitglieder können eine Vergütung nach Maßgabe einer Aufwandsentschädigung in Höhe der steuerfreien Ehrenamtspauschale, derzeit geregelt in § 3 Nr. 26a EStG, erhalten.


(2) Die Angestellten des NABU können nicht Vorstandsmitglieder sein.


(3) Über die in den Organen gefassten Beschlüsse, einschließlich der diesen zugrundeliegenden Anträge, sind Niederschriften zu führen; sie werden vom Versammlungsleiter und dem Protokollführer unterzeichnet.


§ 14

Abstimmung und Wahlen


(1) Die Organe sind beschlussfähig, wenn ordnungsgemäß eingeladen worden ist.


(2) Bei Abstimmungen entscheidet, sofern die Satzung nichts anderes vorschreibt, die einfache Mehrheit. Bei Stimmengleichheit ist ein Antrag abgelehnt.


(3) Satzungsänderungen können nur mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der stimmberechtigten Teilnehmer beschlossen werden.


(4) Das aktive und passive Wahlrecht für Organe des NABU gemäß § 7 haben nur die dem NABU zugeordneten Mitglieder. Mit der Beendigung der Mitgliedschaft im Naturschutzbund Deutschland e.V. enden auch alle Organmitgliedschaften.


(5) Der Erste Vorsitzende und der Schatzmeister werden in Einzelabstimmung gewählt. Muss zwischen mehreren Kandidaten entschieden werden, ist gewählt, wer mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhalten hat. Erreicht kein Kandidat diese Mehrheit, findet eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit der höchsten Stimmzahl statt.


(6) Die stellvertretenden Vorsitzenden, die weiteren Mitglieder des Vorstandes, die Delegierten für die Vertreterversammlung des Landesverbandes sowie die Rechnungsprüfer können durch Einzel- oder Sammelabstimmung gewählt werden. Über die Art der Wahl entscheidet die Mitgliederversammlung. Gewählt ist, wer die meisten Stimmen auf sich vereint.


(7) Abstimmungen und Wahlen erfolgen offen. Dem Verlangen nach geheimer Abstimmung oder Wahl ist stattzugeben. Sind bei Sammelabstimmungen mehr Kandidaten als festgelegte Mandate nominiert, so ist geheim zu wählen.


(8) Scheidet ein Gewählter während der Wahlperiode aus, so kann der Vorstand für die restliche Amtszeit einen Ersatzkandidaten berufen oder eine Mitgliederversammlung für eine Nachwahl einberufen.


§ 15

Auflösung


(1) Über die Auflösung des NABU beschließt in geheimer Abstimmung die MV mit Dreiviertelmehrheit der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder. Der Auflösungsbeschluss bedarf der Zustimmung des Landesverbandes.


  1. Bei Auflösung oder Aufhebung des NABU oder bei Wegfall des bisherigen Zwecks fällt das Vermögen des NABU an den Landesverband, der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.


Verabschiedet in der Mitgliederversammlung vom 05. März 2010